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Unterwegs

„Die Blaue Welle“ von Curaçao - Fußballfieber in der Karibik

Sächsische Lotto-GmbH
13.06.2026
7 Minuten
Gelbe Liegestühle an einem Traumstrand von WM-Teilnehmerland Curaçao mit türkisblauem Meer und Palmen
Foto: Auf der Insel gibt es mehr als 40 Strände – jeder mit eigenem Charakter. / Foto: Curaçao Tourist Bureau

Der erste Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM am Sonntag, 14. Juni, heißt Curaçao. Damit trifft einer der Titel-Favoriten auf einen der größten Außenseiter aller Zeiten. Die Karibikinsel ist das bevölkerungsmäßig kleinste Land, das sich jemals für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert hat.

Curaçao ist ein Urlaubsziel mit Gut-Wetter-Garantie. Reisende werden hier von tropischer Hitze empfangen, die allerdings durch eine kühle Brise etwas abgemildert wird. Über das Wetter müssen sich Touristinnen und Touristen also keine Gedanken machen, denn es ist bis auf geringe Unterschiede jeden Tag gleich – gleich warm. Die Strände und das Meer sind der besondere Stolz der Inselbewohnerinnen und Inselbewohner. Deshalb trägt die Nationalmannschaft auch den Namen „The Blue Wave“ – „Die Blaue Welle“. Das ganze Land ist stolz auf das Team, das Curaçao zu einer bisher nicht gekannten internationalen Aufmerksamkeit verholfen hat. „Das ist mehr als Fußball. Das sind Stolz, Identität und Verbundenheit“, sagt Muryad de Bruin, Direktor der Tourismusbehörde von Curaçao.

Curaçao liegt vor der venezolanischen Küste und gehört als autonomer Staat zu den Niederlanden. / Foto: Curaçao Tourist Bureau

Top Zehn der Tauchreviere

Curaçao ist lediglich 60 Kilometer lang und zwischen fünf und 14 Kilometer breit. Rund 160.000 Menschen leben hier – etwa so viele wie in Heidelberg. Jedes Jahr besuchen mehr als zehnmal so viele Touristinnen und Touristen die Insel, die Hälfte davon reist auf Kreuzfahrtschiffen an. Die meisten suchen Sonne und Strand. Von beidem gibt es reichlich. Gut 40 Strände liegen an der Süd- und Westküste. Sand- oder Felsstrand? Alles da. Was mitunter fehlt, ist ein Schattenplatz. Deshalb sollte man an ausreichend Sonnenschutz denken.

Allerdings sonnen sich nur die wenigsten stundenlang in der Hitze. Zu verlockend ist das glasklare Meer. Es lädt zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen ein. Nicht umsonst zählt die Insel zu den besten zehn Tauchrevieren der Welt. Auch wer bisher keinerlei Ambitionen hatte, dem französischen Meeresforscher und „Vater“ aller Tiefseetaucher, Jacques Cousteau, nachzueifern, sollte mit Tauchermaske ins Wasser steigen. Selbst Anfängerinnen und Anfänger können in unmittelbarer Küstennähe in seichtem Wasser bunte Tropenfische erleben. Wer auf den Geschmack kommt, findet Tauchanbieter an jeder Ecke.

Das Meer vor Curaçao gehört zu den besten Tauchgebieten weltweit. / Foto: Curaçao Tourist Bureau

Auch wenn es schwerfällt, es lohnt sich, sich irgendwann während des Urlaubs von Strand und Meer loszureißen. Die Insel hat schließlich noch mehr zu bieten. An erster Stelle auf der Liste der Dinge, die man unbedingt gesehen haben muss, steht die Hauptstadt Willemstad, die von der UNESCO als Weltkulturerbe unter besonderen Schutz gestellt wurde. Sofort stechen die vielen bunten Häuser ins Auge, die der Stadt ein lebhaftes Äußeres verleihen. Gelb, blau, rosa oder orange – alle dürfen ihr Haus so streichen, wie es ihnen in den Sinn kommt. Und als sei das nicht schon genug, prangt in vielen Ecken der Stadt farbige Straßenkunst auf den Hauswänden. Willemstads buntes Gesicht geht auf den niederländischen Gouverneur Albert Kikkert aus dem 19. Jahrhundert zurück, der sich von der an den weißen Hauswänden reflektierenden Sonne geblendet fühlte und einen augenschonenden Anstrich verlangte.


Willemstad ist bekannt für seine vielen bunten Häuser. / Fotos: Curaçao Tourist Bureau

Willemstad ist die einzige Stadt auf der Insel. Doch für europäische Verhältnisse geht es auch hier sehr ruhig zu – zumindest an Tagen, an denen kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt. Die Festung Fort Amsterdam mit dem strahlend gelben Gouverneurspalast und der Fortkirche ist ein beliebtes Ziel. Ebenso lohnt sich ein Besuch der Synagoge von 1730, der ältesten der „Neuen Welt“.

Imposante Landhäuser

Während die Schönheit der Strände, des Meeres und der Hauptstadt sofort ins Auge stechen, schlummern die Schätze des Landesinneren im Verborgenen. Eine Besonderheit sind die Landhäuser, architektonische Kleinode aus der holländischen Kolonialzeit. Das Landhuis Chobolobo ist die Heimat der

Curaçao-Likör-Destillerie. Dort wird der weltbekannte Likör aus Orangenschalen hergestellt. Das Landhuis Jan Kok gehörte einst einem brutalen Sklavenbesitzer. Viele Einheimische sind deshalb überzeugt, dass sein böser Geist noch immer durch das Haus spukt. Von der Terrasse blickt man dagegen auf ein friedliches Bild: die Salzpfannen der St. Marie Bay mit ihren vielen Flamingos.

Um die Sklavengeschichte geht es auch im Landhuis Knip. Dort wurde 1795 ein Sklavenaufstand blutig niedergeschlagen. Das Landhuis Savonet ist heute das Ticketzentrum für den Christoffel Nationalpark im Norden der Insel, mit dem 372 Meter hohen Sint Christoffel, der höchsten Erhebung Curaçaos. Vorsicht: Von der bescheidenen Meterangabe darf man sich nicht täuschen lassen. Der Anstieg hinauf zum Gipfel ist anspruchsvoll. Obwohl auch im Park, wie überall auf der Insel, der bis zu zehn Meter hohe Kadushi-Kaktus das Bild bestimmt, gibt es noch 50 weitere Pflanzenarten, darunter seltene Orchideen. Ornithologen schwärmen von der Vielzahl der Vogelarten. Nur wer Glück hat, bekommt die seltene und scheue Curaçao-Weißeule zu Gesicht. Häufiger sind die Weißwedelhirsche, die einst von europäischen Siedlern eingeführt wurden und fast ausschließlich im Christoffel Nationalpark vorkommen.

Blick vom Sint Christoffel, dem höchsten Berg der Insel. / Foto: Curaçao Tourist Bureau

Küche der Spitzenklasse

Die Inselküche verdient eine besondere Erwähnung. Selten gibt es so viele ausgezeichnete Restaurants auf so engem Raum. Auf Curaçao leben Menschen aus rund 55 Nationen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Speisenangebot. Ob holländische Pfannkuchen, indonesische Reisgerichte, karibische Fischspezialitäten oder einfach nur eine Pizza – Gäste bekommen alles, was ihr Gaumen begehrt. Und wer weiß, wie der Wettkampf ausgehen würde, wenn Deutschland und Curaçao nicht auf dem Fußballfeld, sondern an den Kochtöpfen konkurrieren würden.

Rasso Knoller genoss das karibische Flair


Mehr Infos zu Curaçao, seinen Stränden und Reisetipps finden Sie auf curacao.com.

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