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Interviews

Nachbar der Nation: Schauspieler Ludger Pistor über die Rollen seines Lebens

Sächsische Lotto-GmbH
25.02.2026
4 Minuten
Zwei Männer essen Bratwurst an einem Stehtisch vor einer Imbissbude, im Hintergrund eine Verkäuferin im Verkaufswagen
Foto: Ludger Pistor (links) und Armin Rohde in „Das Millionenschnitzel“ / Foto: WDR/Bavaria Fiction/Thomas Kost

Spießig, schusselig und lustig-liebenswert: Das passt auf viele Rollen, in die Schauspieler Ludger Pistor (66)schon geschlüpft ist. Im aktuellen Film der „Schnitzel“-Reihe jagt er als arbeitssuchender Wolfgang gemeinsam mit seinem besten Freund einer neuen Geschäftsidee hinterher. Mit dem glüXmagazin spricht er über seinen Rollentypus und seinen persönlichen Sechser im Lotto.

Seit 2009 stehen Sie in unregelmäßigen Abständen für die „Schnitzel“-Filmreihe vor der Kamera. Was lässt Sie immer wieder dorthin zurückkehren?

Armin Rohde. Er spielt meinen besten Freund Günther und ist der beste Schauspielkollege, den ich je hatte. Das ist eine geniale Verbindung zwischen uns beiden. Diese Zusammenarbeit macht einen Wahnsinnsspaß.

Wolfgang ist ein Kerl, von dem die meisten sagen würden, so jemanden kennen sie auch – quasi der Nachbar der Nation. Und ein Rollentypus, mit dem Sie gut vertraut sind. Was mögen Sie an diesen Charakteren?

Ich liebe es, eine so statische Figur wie Wolfgang immer weiter auszuloten. Ich versuche diese Rollen vom Typus „verspießerte deutsche Krampfader“ so liebevoll zu spielen, dass die Leute daran Spaß haben. Vielleicht erkennt sich darin der eine oder andere sogar ein bisschen wieder.

Bei den „Schnitzel“-Filmen werden nicht nur humorvolle, sondern schwierige Themen wie Arbeitslosigkeit, Geldsorgen und der schwere Weg in einen beruflichen Neustart thematisiert. Wie gelingt der Spagat?

Anscheinend sehr gut. Aber ich persönlich möchte gar nicht, dass das Publikum zu viel nachdenkt. Ich möchte lieber oberflächlich als tiefgründig sein und den Menschen leichte Unterhaltung bieten, damit sie lachen können und ihre Sorgen vergessen. Lachen ist lebenswichtig. Wer die Dinge bei der aktuellen Weltlage nicht mit einem gewissen Zynismus und schwarzen Humor nehmen kann, hat verloren.

Sie sind nicht nur im deutschen Fernsehen und Kino zu sehen, sondern auch immer wieder in großen Hollywoodproduktionen. Stimmt es, dass Sie Regisseur Quentin Tarantino wegen des ersten „Schnitzel“-Films eine Absage für „Inglourious Basterds“ erteilt haben?

Ja, so war es (lacht): Ich ging zum Casting, traf Quentin Tarantino und bekam bald darauf das Angebot für einen kleinen Part. Ich wusste aus der Vergangenheit, dass es schön ist, in einem großen Hollywoodfilm zu spielen – allein das Abenteuer, die Atmosphäre, die Leute, die man trifft. Aber dafür sage ich keine Hauptrolle ab. Er wollte mich aber unbedingt dabei haben, also schrieb er mich in eine Szene, die erst gedreht wurde, nachdem ich meinen Film abgeschlossen hatte. Das war wirklich schmeichelhaft.

Gibt es einen Moment in Ihrer Karriere, der für Sie wie ein Lotteriegewinn war?

Mein Sechser im Lotto war die Rolle bei „James Bond – Casino Royale“. Ich habe schon als Kind davon geträumt, bei „James Bond“ mitzuspielen (lacht). Aber das war vollkommen utopisch, bis ich eines Tages zum Casting in Berlin eingeladen war. Die Zusage erreichte mich im Urlaub am Strand in Indien. Da bin ich vor Freude in die Luft gesprungen!

Kein spießiger Gesprächspartner,
findet Deborah Bechstedt
Das Millionenschnitzel“ läuft am Freitag, 27. Februar, um 20:15 Uhr im Ersten.

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