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Interviews

Ins große Unbekannte: Abenteurer Tim Hund über seine Weltumseglung

Sächsische Lotto-GmbH
22.04.2026
4 Minuten
Tim Hund, Abenteurer und Weltumsegler, lächelt entspannt an Bord eines Segelboots mit Blick auf die Küste.
Foto: Tim Hund an Bord – vom Abenteuer zum Kinofilm „Segeljungs“ / Foto: Vincent-Goymann

Auf zu neuen Ufern: Tim Hund (28) hat in fast fünf Jahren mit seinen Schulfreunden Vincent Goymann, Michael Bischoff und Thomas Schwarz die Welt auf einem Segelschiff umrundet – ohne vorher je gesegelt zu sein. Mit Kameras haben die Bayern ihre Erlebnisse festgehalten. Daraus ist der aktuelle Kinofilm „Segeljungs – mit null Ahnung um die Welt“ entstanden. Im glüXmagazin spricht der Abenteurer schon über seine nächsten Pläne.

Woher kam die Idee, ohne jede Vorerfahrung mit einem Segelboot die Welt zu umrunden?

Wir wollten nach dem Schulabschluss unbedingt als Freundesgruppe auf Weltreise gehen. Wir haben überlegt, das mit dem Fahrrad oder einem ausgebauten Van zu machen. Aber dann hat es uns das Segelboot angetan, weil es eine nachhaltige und ganz neue Art des Reisens für uns war. Wir kommen vom bayrischen Alpenrand, da war das offene Meer einfach der größtmögliche Kontrast zu allem, was wir bisher kannten.

Sie sind zu viert gestartet, haben die Reise dann nach vier Jahren und elf Monaten zu zweit beendet. Wie haben Sie diese Zeit auf engstem Raum gemeistert?

Wir sind schon lange Freunde, haben viel zusammen erlebt und waren deshalb auf dem Boot ein starkes Team. Gerade in schwierigen Situationen haben wir am besten funktioniert, weil wir uns zu 100 Prozent aufeinander verlassen können. Meine Freunde Tom und Michi haben die Reise aus persönlichen Gründen zwar vorzeitig beendet, aber nicht wegen Konflikten. Klar gab es zwischendrin auch angespannte Phasen, das gehört dazu.

Sie haben mehr als 40.000 Seemeilen zurückgelegt und dabei 38 Länder besucht: Was war für Sie der schönste Ort auf dieser Reise?

Mexiko war für mich einer der eindrücklichsten Stopps. Die Menschen sind toll, das Essen ist lecker und die Unterwasserwelt war überwältigend. In Mexiko haben wir Tauchen gelernt und in Baja California sind wir zwischen Orcas, Delphinen, großen Rochen, jeder Menge Haien, Seelöwen und bunten Fischen getaucht – das war beeindruckend.

Es gab auch immer wieder kritische Situationen: Stürme auf offenem Meer, eine schwere Fußverletzung, die Sie selbst genäht haben, ein Motorschaden am Boot. Haben Sie je an einen Abbruch gedacht?

Alle diese Situationen waren echte Herausforderungen. Was mich selbst am meisten angestrengt hat, waren aber die langen Segeletappen, bei denen wir teils mehrere Wochen am Stück nur auf dem Wasser waren. Auch die Nachtwachen an Bord haben viel Kraft gekostet. Aber das Ziel, die Welt zu umsegeln, war so fest in meinem Kopf, dass ich es unbedingt schaffen wollte.

Wie sieht Ihr Alltag nach der Weltumsegelung aus?

Tim Hund: Ich lebe in Hamburg und arbeite freiberuflich als Filmemacher, Produzent und Content Creator. Ich habe mir ein altes Holzboot aus dem Jahr 1970 gekauft. Wie ich das wieder flottmache, zeige ich auf YouTube. Wenn ich fertig bin, möchte ich mit dem Boot nach Spitzbergen segeln. Mein Traum ist es, mit diesem Holzboot in der Nähe eines Eisbergs zu ankern.

Tolles Abenteuer, findet Deborah Bechstedt

Der Kinofilm „Segeljungs – mit null Ahnung um die Welt“ läuft aktuell im Kino. Alle Infos unter segeljungs.de

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