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Unterwegs

Panometer Leipzig: Neue Ausstellung "Antarktis"

Sächsische Lotto-GmbH
02.02.2026
5 Minuten
Plattform im Panometer Leipzig mit Besuchern, im Hintergrund das Antarktis-Panorama von Yadegar Asisi mit hohen Eisformationen
Foto: Volkmar Heinz

Seit 24. Januar 2026 hängt ein neues Werk des Künstlers Yadegar Asisi im Leipziger Panometer: „Antarktis“. Die Inszenierung lädt zu einer beeindruckenden Reise in diese unwirtliche Region.

Das grüne Polarlicht taucht auf und verlischt. Die Sonne durchbricht die Wolken und lässt das Eis in zahllosen Farben leuchten. Dann wieder die nächtliche Dunkelheit, aber nie wirkliche Finsternis. Und nie wirklich Stille: Rauschen. Dröhnen. Tierstimmen. Die Klänge der Natur verschmelzen und legen sich über einen Teppich aus Musik. Nichts bewegt sich auf diesem Bild. Und doch scheint alles in Bewegung: der sich emporwerfende Wal, die kalbenden Gletscher, die Menschen in Schlauchbooten. In der Pinguinkolonie herrscht Gewusel, in der aufgegebenen Walfangstation Zusammenbruch. Der Blick des Betrachtes wird manchmal schon durch Nahliegendes gefangen und manchmal schweift er in die Ferne. Noch keines der Panoramen an diesem Ort hat Weite so unendlich weit erscheinen lassen.



„…ein Ort des Paradoxons“


Ein neues Panorama feierte seine Weltpremiere in Leipzig, der Stadt, in der dessen Schöpfer Yadegar Asisi, Künstler mit persischen Wurzeln, aufwuchs. Seit Ende Januar 2026 zeigt das riesige 360°-Bild die eisige Weite der Antarktis in all ihren Facetten und macht die Schönheit und Fragilität dieses einzigartigen Naturraums erlebbar. 


„Die Antarktis ist ein Ort des Paradoxons“, so Asisi. „Sie ist das letzte große Naturreservoir und doch kein Paradies. Sie ist ewig, doch brüchig. In ihrer unberührten Weite offenbart sie sich als Fragilität.“


Gehängt haben der Künstler und sein Team die 3.500 Quadratmeter große Leinwand wieder in einem einstigen Gasometer Leipzigs. Aus dem ursprünglichen Verwendungszweck des Gebäudes und der Kunstform Panorama entstand die Wortverschmelzung – Panometer. Es bietet Platz für das Rundbild, welches in Leipzig mit 32 Metern Höhe und 110 Metern Umfang zu den größten der Welt zählt. Den besten Blick hat der Betrachter von der obersten Plattform des Turmes im Zentrum des Runds. Wer jedoch beim Besteigen auf tieferen Ebenen stehenbleibt, erlebt, wie die Wasseroberfläche die Welten teilt: in der Tiefe das Meer mit Robben, Walen und Krill, über der Wasserlinie Felsen und Eis.   

Traditionell umringt den riesigen Innenraum des Gebäudes eine Ausstellung zum Thema des Bildes. Der Betrachter wird diesmal also mitgenommen, die globale Bedeutung der Region zu verstehen. Es geht um Geologie, Klima, Ökosystem und Forschungsgeschichte der Antarktis. Und es geht um die Frage, ob mit der wissenschaftlichen Annäherung des Menschen an diese Region auch dessen Begehrlichkeiten wachsen.  



Das im Jahr 2003 ebenfalls in Leipzig eröffnete erste Panometer Asisis hatte übrigens auch Kälte und Eis zum Thema – den Mount Everest. Seitdem widmete sich der Künstler in vier weiteren Naturpanoramen der Bedrohung der Umwelt. Insgesamt inszenierte er 17 riesige Rundbilder; in Leipzig ist „Antarktis“ das zehnte. 

Dresden: Welten-Wechsel im März


Aktuell sind Werke des Künstlers auch in Berlin, Dresden, Lutherstadt Wittenberg und Pforzheim ausgestellt. Im Panometer Dresden und im Gasometer Pforzheim ist mit „Amazonien“ die Faszination des tropischen Regenwaldes zu erleben. In Dresden wird dieses Bild – nach einer Umbauphase vom 18.03.bis 26.03.2026  - am 27. März 2026 von einem Tauchgang ins „Great Barrier Reef“ abgelöst. Wer das große Rund in Wittenberg betritt, wird umfangen von Bildern, Lichtern und Geräuschen der Stadt an der Elbe im Jahre 1517. Hunderte Menschen – Bürger, Geistliche, Soldaten – sind unterwegs. Noch bis mindestens 2029 kann diese Zeitreise zu Luther angetreten werden. Als nächste Neueröffnung steht 2026 das „Konzil von Konstanz“ auf dem Kalender, ein Panorama, das die spätmittelalterliche Stadt am Bodensee während des Konzils von 1414 bis 1418 zeigt. 

An allen Panorama-Standorten Asisis lohnt übrigens auch ein Blick auf die Veranstaltungskalender. 
Wenn Experten Sonderführungen leiten, geht es in Leipzig beispielsweise um „Kleine Helden, große Sorgen – was den antarktischen Krill für die Antarktis so bedeutsam macht“ (15.02.2026, 16.30 Uhr). Regelmäßig laufen auch Familienführungen oder – auch mal mit Sektempfang – werden kleine Events vorm großen Bild zelebriert. Zum Valentinstag beispielsweise geht es in Leipzig um „Animal Love Stories – Tierisches Liebesleben in der Arktis“. 

Text: Marlis Heinz

Weitere Informationen
Panometer Leipzig, 04275 Leipzig, Richard-Lehmann-Straße 114
www.panometer.de

Die regelmäßigen, rund dreiviertelstündigen Führungen durch das Leipziger Panometer beginnen täglich um 11 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr.


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