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Ratgeber

Zwischen Gegenwind und Glückskastanie

Sächsische Lotto-GmbH
16.10.2026
4 Minuten
Herbstlaub
Foto: © Shutterstock/ShotPrime Studio

Vielerorts zeigt sich der Herbst derzeit von seiner angenehmen, sonnigen Seite. Ewig hält das allerdings nicht. An Dauergrau und Schmuddelwetter werden wir in den kommenden Wochen kaum vorbeikommen. Was wir tun können, um trotzdem gut gelaunt zu bleiben und uns eine Portion Herbstglück zu sichern.

Die Tage werden kürzer, das Laub immer bunter – und in den Supermärkten stapeln sich bereits palettenweise Lebkuchen und Spekulatius. Kurzum: Der Herbst ist da. Solange er sich von der goldenen Seite zeigt und uns mit viel Sonnenschein verwöhnt, ist es noch ein Leichtes, diese Jahreszeit zu lieben.

Doch was können wir tun, falls uns Dauerregen und Lichtmangel die gute Laune verderben? Wenn der Herbst-Blues anklopft, hilft ein Blick über die europäischen Grenzen. Denn unsere Nachbarn in anderen Eurojackpot-Ländern haben ihre ganz eigenen Rezepte fürs Herbstglück.

Mit Muskelkraft gegen den Herbstwind

Die Niederländer haben sogar ein Verb dafür, bei kräftigem Wind vor die Tür zu treten, um den Kopf freizubekommen: uitwaaien, wörtlich etwa „auswehen“. Man geht spazieren oder fährt Rad – den Rest erledigt der Wind. Wenn Sie sportlicher Ehrgeiz packt, könnten Sie zudem Ihr Glück bei der niederländischen Meisterschaft im Gegenwindradeln auf dem Oosterschelde-Sperrwerk versuchen. Gefahren werden achteinhalb Kilometer, und zwar auf Hollandrädern ohne Gangschaltung. Besonderheit: Der Termin wird kurzfristig festgelegt, wenn sich ein ordentlicher Herbst-Sturm ankündigt. Mindestens sieben Windstärken müssen es schon sein.

Die Nordeuropäer, ohnehin ungeschlagene Weltmeister im Trotzen widriger Wetterbedingungen, feiern den Herbst, statt ihn bloß zu ertragen. Die Finnen etwa behandeln die Laubfärbung fast wie eine eigene Jahreszeit und haben einen eigenen Namen dafür: Ruska. Das Naturschauspiel beginnt in Lappland und wandert über Wochen nach Süden, bis es jetzg im Oktober auch Helsinki erreicht – dort, wo zweimal pro Woche die Eurojackpot-Gewinnzahlen gezogen werden.

Mögen Sie es koselig oder mysig?

Zudem sind im hohen Norden Behaglichkeit und viele Streicheleinheiten für die Seele beliebt. In Norwegen heißt das Patentrezept koselig, in Schweden setzt man auf mysig. Dahinter verbirgt sich eine extragroße Portion skandinavischer Gemütlichkeit. Und das aus gutem Grund: Studien zeigen, dass schon zehn Minuten Kuscheln am Tag den Blutdruck stabilisieren und uns mit Glückshormonen wie Endorphinen fluten kann.

Das Glück in der Manteltasche

Wer sich noch mehr Herbstglück wünscht, kann es mit einer Methode aus Südeuropa versuchen. Die Menschen in Italien zum Beispiel schwören im Herbst auf natürliche Glücksbringer: die Castagna matta (übersetzt die „verrückte Kastanie“). Das geht so: Wer im Herbst die allererste Rosskastanie findet und sie den ganzen Winter über in der Mantel- oder Hosentasche trägt, bleibt der Legende nach nicht nur von Erkältungen verschont, sondern zieht auch das Glück fast schon magisch an.

Gold statt Grau

Wer weiß, vielleicht hilft die Kastanie in der Tasche sogar dabei, einen Haupttreffer im Eurojackpot zu landen. Schöner als mit einem Millionengewinn könnten Sie sich den Herbst jedenfalls nicht vergolden – egal, ob Sie unerschrocken gegen den Herbstwind anradeln, ob Sie es sich zuhause gemütlich machen. Oder ob Sie stattdessen den Geldsegen nutzen, um mit einem Privatjet dorthin zu fliegen, wo gerade Sommer ist.


Über den Autor:

Oliver Schönfeld schreibt als Kolumnist für den Glücksblog auf eurojackpot.spiegel.de

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