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Ratgeber

Vom großen Glück auf den zweiten Blick

Sächsische Lotto-GmbH
05.06.2026
3 Minuten
Mann mit Brille schaut skeptisch auf sein Smartphone.
Foto: Skeptisch oder glücklich? Oft halten wir das Glück für unwahrscheinlich. / Foto: © Shutterstock / GaudiLab

Wer hat nicht schon einmal eine E-Mail vom edlen Spender aus Übersee erhalten, der uns unerwartet Millionen überweisen möchte? Gesunde Skepsis kann in der digitalen Welt nicht schaden. Zu schade allerdings, wenn wir deshalb selbst dem echten Glück nicht mehr trauen. So erging es jetzt einem Mann aus Australien: Beinahe hätte er einen Millionengewinn verpasst.

Haben Sie heute schon Ihr Millionen-Erbe ausgeschlagen? Vermutlich ja. Wer morgens am Computer oder Smartphone den Posteingang öffnet, stolpert unweigerlich über spendable Prinzen, vergessene Bankkonten und Anwälte, die uns Goldbarren aus den Beständen eines kürzlich verstorbenen Diplomaten zusenden möchten. Vorausgesetzt, wir überweisen vorab eine „geringe“ Bearbeitungsgebühr.

Wenn wir dem Glück nicht mehr trauen

Wir kennen diese Spielchen, sind davon genervt, haben aber eine bemerkenswerte Effizienz darin entwickelt, die absurden Versprechungen mit einer Handbewegung zu löschen. Teuer kann es allerdings werden, wenn wir den antrainierten Reflex zu gut beherrschen und womöglich aus Misstrauen fast einen Millionengewinn verpassen.

Millionen-Gewinn einfach weggeklickt

Mit dieser Erfahrung sorgt jetzt ein Mann aus Australien für Schlagzeilen: Eine E-Mail der dortigen Lottogesellschaft hielt er glatt für Spam und löschte sie postwendend. Ein Millionenbetrag, einfach weggeklickt. Erst eine zweite Nachricht ließ ihn stutzig werden. Nur gut, dass der Glückspilz nochmals seinen Tippschein kontrollierte: Die richtig gesetzten Kreuzchen machen ihn umgerechnet um 30 Millionen Euro reicher.

Wenn das Glück anruft – und niemand abnimmt

In diesem Glücksfall spielte zusätzliches Pech eine Rolle, wie australische Medien berichten: Weil der frischgebackene Millionär schon lange die Daten in seinem Benutzerkonto nicht mehr aktualisiert hatte, konnte ihn die Lotteriegesellschaft nicht anrufen – „kein Anschluss unter dieser Nummer“. Deshalb blieb zunächst nur der Weg per E-Mail. Als der Gewinner die gute Nachricht tatsächlich realisiert hatte, fiel er förmlich aus allen Wolken: „Wenn meine Frau nach Hause kommt, habe ich ihr was zu erzählen!“, wird er zitiert. Von dem Millionensegen will er sich und den Kindern neue Häuser kaufen und außerdem die Gemeinschaft unterstützen.

Glauben wir Pech eher als dem Glück?

Was zeigt uns diese Geschichte? Kann es sein, dass wir schlechte Nachrichten sofort glauben, gute aber erst nach mehrfacher Prüfung? Offenbar haben sich viele von uns eine derart dicke Schutzschicht aus Skepsis zugelegt, dass wir das Glück zunächst gar nicht wahrnehmen – selbst wenn es mit der Tür ins Haus fällt. Schade eigentlich. Denn beim Eurojackpot gibt es zweimal pro Woche die Chance, Millionär zu werden. Und im krassen Gegensatz zum mysteriösen Großonkel aus Kanada ist diese Chance aufs Glück real.

Über den Autor:

Oliver Schönfeld schreibt als Kolumnist für den Glücksblog auf eurojackpot.spiegel.de

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