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Ratgeber

Ohne Limit: Mehr Geld bedeutet mehr Glück

Sächsische Lotto-GmbH
18.09.2026
3 Minuten
Paar spaziert entspannt durch einen Park
Foto: Geld wirkt wie ein Verstärker fürs Glück – wer zufrieden ist, profitiert linear von mehr Einkommen. / Foto: © Shutterstock / LightField Studios

Was macht glücklicher als Geld? Noch mehr Geld. Frühere Annahmen, dass es dabei ein Limit gibt, werden durch aktuelle Erkenntnisse aus der Glücksforschung widerlegt.

„Geld allein macht nicht glücklich, beruhigt aber ungemein.“ Wer kennt nicht dieses geflügelte Wort? Dass eine direkte Verbindung zwischen dem Kontostand und der persönlichen Lebenszufriedenheit besteht, war schon in der Vergangenheit unstrittig. Keine Frage: Wenn man nicht jeden Euro dreimal umdrehen muss, lebt es sich deutlich entspannter und glücklicher als mit einem chronisch angespannten Budget.

Gibt es eine Sättigungsgrenze für finanzielles Glück?

Allerdings hielt sich in der Fachwelt lange die Meinung, dass nicht jeder Geldzuwachs automatisch eine Steigerung der Lebenszufriedenheit mit sich bringt. Schon 2010 nannten der Psychologe Daniel Kahneman und der Ökonom Angus Deaton eine konkrete Zahl: Bis zu einem Jahresgehalt von etwa 75.000 US-Dollar sei jede Gehaltsänderung noch mit einem Glückszuwachs verbunden. Über diesem Limit allerdings, so die beiden Wissenschaftler in ihrer vielbeachteten Studie, sei für die meisten Menschen eine Sättigungsgrenze erreicht.

So hängen Gehalt und Glückskurve zusammen

Neue Erkenntnisse aus der Glücksforschung rücken diese Sichtweise zurecht. Und zwar gründlich. Matthew Killingsworth von der University of Pennsylvania befragte über 33.000 Menschen. Seine Erkenntnis: Auch bei einem sechsstelligen Einkommen wächst bei den allermeisten das emotionale Wohlbefinden linear mit dem Gehalt weiter an – selbst bei 500.000 Dollar im Jahr und mehr. 

Kleine, aber entscheidende Voraussetzung: Man zählt zu der Mehrheit der Menschen, die generell mit ihrem Leben zufrieden sind. Wer hingegen mit den aktuellen Lebensumständen hadert (etwa jede fünfte Person), wird auch durch mehr Geld nicht unbedingt glücklicher. Anders gesagt: Reichtum heilt leider kein gebrochenes Herz.

Geld ist ein Verstärker fürs Glück

Geld wirkt also nicht wie ein Schalter fürs Glück – sondern eher wie ein Verstärker. Wer ein Problem hat, das sich nicht mit Geld lösen lässt, wird damit trotz Millionengehalt weiterhin zu tun haben. Für die sonnigeren 80 Prozent der Menschheit hingegen gibt es auf der Glücksskala kein erkennbares finanzielles Limit.

Bleibt die Frage nach dem kürzesten Weg zur Glücksmaximierung. Wissen Sie heute schon, dass die gut begründete Forderung nach einer sechsstelligen Gehaltserhöhung bei Ihrem Vorgesetzten zu keinem glücklichen Ende führt? Dann braucht es Alternativen. Vielleicht macht ein Millionengewinn etwa beim Eurojackpot nicht automatisch glücklicher. Aber es wäre schon eine bemerkenswert gute Ausgangsposition, um entspannt am eigenen Glück zu arbeiten.

Über den Autor:

Oliver Schönfeld schreibt als Kolumnist für den Glücksblog auf eurojackpot.spiegel.de

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