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Ratgeber

Jackpot für den Gaumen: So viel Luxus passt auf den Teller

Sächsische Lotto-GmbH
02.10.2026
4 Minuten
Koch flambiert am Tisch eines Restaurants ein Gericht vor den Gästen
Foto: In den teuersten Restaurants der Welt wird der Abend zur Inszenierung. / Foto: © Shutterstock / dotshock

Geben Sie Pommes rot-weiß den Vorzug oder darf es eher Hummer und Kaviar sein? Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Eines ist aber unumstritten: Kulinarischer Luxus hat seinen Preis. Eine Genussreise zu den wohl teuersten Restaurants der Welt.

Angenommen, Geld spielt keine Rolle: Wären Sie dann Stammgast in Zwei- und Drei-Sterne-Restaurants oder würde Ihnen der Imbiss um die Ecke reichen? Klar, ein Steak mundet den allermeisten auch ohne Blattgold. Und doch lohnt es sich, über den sprichwörtlichen Tellerrand hinauszublicken und zu erkunden, ob die teuersten Restaurants der Welt tatsächlich ihren Preis wert sind.

So schmeckt Luxus auf Japanisch

Unsere kulinarische Luxusreise beginnt im Fernen Osten. In der japanischen Hauptstadt Tokio treibt das „Ginza Kitafuku“ die Spezialisierung auf die Spitze. Serviert wird Schneekrabbe. Und zwar nur Schneekrabbe, in allerhöchster Güte und häufig direkt am Tisch zubereitet. Das teuerste Menü kostet pro Person umgerechnet bis zu 2.000 Euro. Die gute Nachricht: Die lästige Wahl zwischen Fisch und Fleisch fällt an diesem Abend weg.

Lediglich eine kurze Zugfahrt weiter kehren wir in Kyoto ein. Im „Kyoto Kitcho Arashiyama“ können Sie die klassische Kaiseki-Küche kennenlernen – eine Kunstform, bei der jeder Teller aussieht, als habe man ihn eigentlich rahmen wollen. Auf den Tisch kommt nur, was die Jahreszeit und die Region hergeben. Der Abend schlägt je nach Saison mit „nur“ 680 bis 760 Euro zu Buche.

Mahlzeit, Millionär!

Wer plötzlich Millionär wird, zum Beispiel durch einen Hauptgewinn im Eurojackpot, hat unzählige Entscheidungen zu treffen. Wie erholsam ist da das „Masa“ in Manhattan, New York. Sie brauchen nicht lange über Ihre Bestellung zu grübeln, denn eine Speisekarte gibt es nicht. Der Küchenchef bestimmt den gesamten Verlauf des Abends. Es gibt Sushi auf höchstem Niveau, in einem Raum, der so schlicht gehalten ist, dass nichts vom Teller ablenkt. Kostenpunkt: bis zu 1.450 Dollar pro Kopf.

Großes Theater, kleine Gänge

Unsere Tour führt zurück nach Europa. Hier wird Kulinarik förmlich zum Theaterabend. Das „Alchemist“ in Kopenhagen versteht sich weniger als Restaurant denn als Gesamtkunstwerk. Über mehrere Stunden und Akte hinweg werden etwa 50 sogenannte Eindrücke serviert, während auf einer Kuppel über den Gästen unentwegt Videoprojektionen laufen. Das Menü liegt bei rund 700 Euro, mit dem exklusiven Sommelier-Tisch können es auch gut 2.200 Euro werden.

Das „Sublimotion“ auf Ibiza treibt diese Idee noch weiter. Zwölf Gäste, rund 20 Gänge, ersonnen vom Sternekoch Paco Roncero. Molekularküche, Projektionen und Sounddesign verschmelzen zu einer Reizüberflutung, bei der man beinahe vergisst, dass es im Kern immer noch um die Nahrungsaufnahme geht. Das Vergnügen kostet 2.400 Euro pro Person. Ohne Trinkgeld, versteht sich.

Wie viel kulinarischer Luxus darf es sein?

Wer diese kulinarische Runde in einer Woche absolviert, legt knapp 30.000 Flugkilometer zurück. Die Menüs von Tokio bis Ibiza summieren sich bei großzügiger Auslegung auf etwa 8.000 Euro pro Person, Getränke und Privatjet nicht eingerechnet. Mit einem Hauptgewinn im Eurojackpot wäre das ein Klacks. 

Und sollte sich nach all den erlesenen Lebensmitteln doch ein leises Heimweh einstellen: Die Currywurst an der Ecke wartet geduldig auf Sie. Hier braucht es keine Reservierung drei Monate im Voraus, auf den Dresscode hat noch niemand geachtet und alle Gäste werden gleichermaßen herzlich begrüßt – egal, ob Sie Millionen auf dem Konto haben oder noch auf Ihren Jackpot warten.

Über den Autor:

Oliver Schönfeld schreibt als Kolumnist für den Glücksblog auf eurojackpot.spiegel.de

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