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Ratgeber

Der pragmatische Blick aufs Glück

Sächsische Lotto-GmbH
19.06.2026
2 Minuten
Lächelnde Frau am Laptop – Symbol für pragmatischen Optimismus und mentale Balance im Alltag.
Foto: Glück beginnt im Kopf – und im Hier und Jetzt. / Foto: © peopleimages / Shutterstock

Wer permanent mit einer rosaroten Brille durchs Leben geht, wird früher oder später enttäuscht. Ebenso wird allerdings von einem Dauerpessimismus abgeraten. Das Glück dürfte eher in der Mitte liegen: Experten sprechen vom „pragmatischen Optimismus“. Was hat es damit auf sich?

Immer nur das Beste erwarten und nach dem Motto „Good Vibes Only“ jeden Rückschlag als „Chance zum Wachstum“ sehen? Das mag auf Instagram nach einem glücklichen Lebenskonzept klingen, hat in der echten Welt jedoch seine Tücken. Was ist, wenn wir uns Situationen immer wieder schönreden, obwohl wir gar nicht glücklich damit sind? Die US-Psychiaterin Dr. Sue Varma rät stattdessen zu „Practical Optimism“: Damit meint sie einen realistischen Blick auf die Dinge, ohne in die eine oder andere Richtung zu übertreiben. Pragmatisch eben.

4 M als Schlüssel zum Glück 

Als Basis für mentale Balance setzt Varma auf vier Verhaltensweisen, die sie die vier M nennt: Mindfulness, Meaningful Engagement, Mastery und Movement. Übersetzt geht es im Grunde um innere Präsenz, wertvolle soziale Interaktionen, persönliche Weiterentwicklung und körperliche Bewegung. Und in der Praxis lässt sich dies ganz einfach umsetzen: durch kurze Meditationspausen, ein Gespräch mit Freunden, ein neues Hobby oder einen Spaziergang nach Feierabend.

Die Kraft des pragmatischen Optimismus

Das Konzept hat die Psychiaterin in über 20 Berufsjahren entwickelt und nun in einem Buch veröffentlicht. Dabei grenzt sie sich erfrischend klar von jener „toxischen Positivität“ ab, die uns vorschreibt, stets glücklich sein zu müssen. Genauso wenig hält sie von einem übertriebenen Pessimismus, der alles in den düstersten Farben malt. 

Ihr Ansatz auf einen kurzen Nenner gebracht: die Realität annehmen, wie sie ist, und mit Bodenhaftung an Verbesserungen arbeiten, die uns glücklicher machen. Schließlich, so rechnet Varma vor, würden die Gene unsere Einstellung zum Optimismus nur zu maximal 25 Prozent prägen. Alles Weitere lasse sich erlernen.

Eines sollten wir allerdings in keinem Fall verlernen: unseren Optimismus. Wenn es bei der nächsten Ziehung nicht mit dem Hauptgewinn im Eurojackpot klappt, kommt mit zwei Ziehungen pro Woche verlässlich schon bald die nächste Chance. Ganz pragmatisch gedacht.

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