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Möglichmacher

Jessika Klatt wandert mit Sachsenlotto als Partner für den guten Zweck

Sächsische Lotto-GmbH
09.02.2026
7 Minuten
Hendrik Duryn, Jessika Klatt und Ulrike Herkner vom Kinderhospiz Bärenherz schneiden gemeinsam eine Torte zur Spendenwanderung Nordkap an
Foto: V.l.n.r.: Hendrik Duryn ("Der Lehrer"), Jessika Klatt, Kerstin Waschke (Sachsenlotto), Ulrike Herkner (Kinderhospiz Bärenherz). Foto: Klaus Trotter

Laufend etwas Gutes tun, das trifft auf Jessika Klatt im wahrsten Sinne des Wortes zu: Auf einer Norwegen-Tour von Kap Lindesnes im Süden bis zum Nordkap ist die 34-Jährige insgesamt 125 Tage in Skandinavien unterwegs gewesen – zu Fuß! Das Wanderprojekt war dabei weit mehr als nur eine außergewöhnliche Challenge. Mit Unterstützung von Sachsenlotto sammelte die Hobbyathletin Spenden für das Kinderhospiz Bärenherz.

Einst über eine Lesung von Hendrik Duryn auf die Einrichtung aufmerksam geworden, informierte sich Klatt an einem Stand in einer Leipziger Passage intensiver über das Kinderhospiz und ist seit mehreren Jahren bereits ehrenamtliches Fördermitglied. Die Spendenwanderung war für sie nun der nächste Schritt, die Arbeit im Bärenherz zu unterstützen.

Rund 38.000 Euro für das Kinderhospiz Bärenherz


Gestartet mit 2000 Euro zum Tour-Auftakt, ließ Sachsenlotto nach den ersten 1000 Kilometern weitere 1000 Euro und im Ziel noch einmal 2000 Euro auf das Spendenkonto fließen. Insgesamt hat Jessika Klatt 2550 Kilometer absolviert und in der Summe 37.893,06 Euro gesammelt. Gespendet wurde dabei sowohl online als auch von Gleichgesinnten, die Klett unterwegs auf der Route oder in Wanderhütten getroffen hat.


Hendrik Duryn ("Der Lehrer"), Jessika Klatt und Ulrike Herkner (Kinderhospiz Bärenherz) vor Jessikas Wanderung. Foto: Alexander Schumann 

Am vergangenen Freitag erfolgte die symbolische Scheckübergabe im Kinderhospiz Bärenherz in Markleeberg. Für viel Freude sorgte dabei nicht nur die hohe Spendensumme, sondern auch der Scheck selbst: eine vom Ottendorfer Mühlenbecker filigran gefertigte XXL-Torte. Neben Jessika Klatt und Kerstin Waschke von Sachsenlotto war auch Schauspieler und Autor Hendrik Duryn mit vor Ort, der das Wanderprojekt engagiert supportet und auf seinen Social-Media-Kanälen begleitet hat.

„Wenn am Ende ein guter Zweck steht, der Menschen verbindet, bin ich immer für verrückte Sachen zu haben. Mit Jessika Klatt, Kerstin Waschke, Ulrike Herkner, dem gesamten Team vom Bärenherz und mir sind da mehrere positiv-verrückte Persönlichkeiten zusammengetroffen. Meine Rolle bei der Aktion war, das prominente Zugpferd zu sein – oder auch der Erzähler von coolen Geschichten. Nicht meine eigenen, sondern die von anderen – in dem Falle von Jessika Klatt. Ich stand mit ihr während ihrer Zeit in Norwegen regelmäßig im Austausch und habe das, was sie in Norwegen erlebt hat, mit meiner Community geteilt. Auch bei einem Spiel von RB Leipzig bin ich auf die Leute zugegangen, um ihnen von dem Projekt zu erzählen und sie als Spender zu gewinnen“, berichtet Hendrik Duryn über seine Verbindung zu der Spendenwanderung.

Schauspieler und Sachsenlotto-Möglichmacher Hendrik Duryn unterstützt Jessika bei ihrer Spendenwanderung. Foto: Klaus Trotter

Vorbild für andere sein


Neben der Spendensumme macht es die Thüringerin vor allem stolz, das Projekt nicht nur durchgezogen zu haben, sondern damit auch anderen den Ansporn zu geben, solch sportliche Herausforderungen als Frau allein bewältigen zu können. Vor allem über Social Media erhält sie viel positives Feedback: „Viele haben Respekt davor, was ich geleistet habe“, sagt sie. 

Leicht war es für sie trotz 1,5-jähriger Vorbereitungszeit nicht immer, doch aufgeben war keine Option. Motivation zog sie zum einen daraus, den Kindern und deren Familien etwas geben zu wollen und zum anderen aus dem Erreichen des Ziels. 

„Ich wusste, dass meine Mama extra zum Nordkap hochgeflogen kommt, um mich einzusammeln. Das hatte ich immer im Hinterkopf“.

Wanderschuhe und Trekking-Nahrung


Auch als sie wegen einer Knochenhautentzündung wenige Tage pausieren musste, wollte sie unbedingt die geplanten 125 Tage einhalten. „Es gab immer wieder auch Tage, an denen ich kürzertreten musste. Da die Rückreise schon geplant war, bin ich dann ein Stück der Strecke mit dem Zug gefahren“, gibt die Sportbegeisterte zu. Gegen die Entzündung im Schienbein geholfen haben dann neue Wanderschuhe. 

Erschwerend hinzu kamen auch viele Regentage: „Während es am Anfang sehr steinig war und ich viel mit dem großen Rucksack klettern musste, bin ich später viel durch Sumpf und Matsch gewandert. Und das bis zu zehn Stunden am Tag. Am Abend war ich dann froh, nur noch etwas zu kochen und möglichst viel Schlaf zu bekommen“, erzählt sie. Unterwegs versorgte sich Klatt vorrangig über Trekking-Nahrung, die sie immer bis zu zehn Tage auf Vorrat kaufte und die nur mit Wasser aufgebrüht werden musste.  


V.l.n.r.: Ulrike Herkner (Kinderhospiz Bärenherz), Hendrik Duryn ("Der Lehrer"), Jessika Klatt. Foto: Klaus Trotter 

Weitere Spenden sammeln 


Obwohl Klatt leidenschaftlich gern Fahrrad fährt und dies auch über längere Strecken und Tage hinweg, war das Projekt „Nordkap 3000“ eine neue Erfahrung für sie. „Nur einmal bin ich vorher zehn Tage in Schottland wandern gewesen – allerdings auf weitab besser ausgebauten Wegen“. Durchschnittlich waren ihre Tagesstrecken 20 bis 25 Kilometer lang, die längste maß 38,5 Kilometer. 

„Im Nachhinein hätte ein bisschen mehr Vorlauf sicherlich geholfen, mich mehr zu Alternativrouten zu informieren“, sagt sie. Zwar sei es kein Problem gewesen, die Streckenplanung vor Ort noch zu korrigieren, doch je schwieriger die Kommunikation nach außen, desto schwieriger auch die kurzfristigen Anpassungen. „Vor allem im Norden, wo es im Gelände kein Internet gibt“. 


Das nächste Projekt hat Jessika Klett noch nicht in Planung. Die engagierte Sportlerin verrät aber, dass sie künftig Vorträge über die Aktion „Nordkap 3000“ halten wird und das dabei verdiente Geld ebenfalls an das Kinderhospiz Bärenherz spenden will. Ganz abgeschlossen ist das Thema demnach noch nicht – denn beinah kleinlaut verrät sie: „Auch ein Buch ist in Planung.“ 


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